SEARCH

Talking to… Modedesignerin Sabine Karner

Talking to… Modedesignerin Sabine Karner

Vienna Fashion Week; und ich war dabei! Und mitgebracht hab ich auch etwas: ein spannendes Interview mit der österreichischen Modedesignerin Sabine Karner.

Die Fashion Week ist wohl jedem ein Begriff. Egal ob in Paris, London, New York oder Mailand – sie wird überall zelebriert. Und ja, sogar bei uns in Wien gibt es dieses tolle Event. Und als die Vienna Fashion Week Anfang September bei uns über die Bühne ging, hab ich mir das zum Anlass für ein Interview genommen.

Talking to: Sabine Karner

Geplaudert hab ich mit der gleichermaßen begabten wie sympathischen österreichischen Designerin Sabine Karner; darüber wieso die Vienna Fashion Week anders ist als sonst wo auf der Welt, warum man eigentlich Modedesignerin werden möchte und wieso Kochen überbewertet wird.

Warum ausgerechnet der Beruf „Modedesignerin“?

Ich hab immer schon gemerkt, dass es das ist, was mich erfüllt. Angefangen hat es schon als ich noch ganz klein war und meine Barbiepuppen anzog. Weitergegangen ist es damit, dass ich nicht kochen lernen wollte von meiner Mutter, sondern sie immer darum gebeten mir zu zeigen wie man näht. Und so hat alles seinen Lauf genommen. Ich hab dann ganz viel für mich selbst genäht weil es die Sachen die ich gerne tragen wollte, eben in keinem Geschäft gab.

Wusstest du immer schon, dass du Designerin werden willst?

Jein. Ich habe anfangs ja Psychologie studiert und irgendwann gemerkt, dass es nicht das ist, was ich wirklich mein ganzes Leben machen möchte. Also hab ich mich dazu entschlossen nicht mehr weiter zu studieren,  sondern eine Modeschule zu absolvieren. Ich bin immer noch überglücklich über diese Entscheidung.

Ich wollte von meiner Mama nicht kochen, sondern schneidern lernen. – Sabine Karner

Woher nimmt man die Ideen für ständig Neues?

Ich geh eigentlich auf keine Messen oder andere Fashionshows, wie zum Beispiel die Berlin Fashion Week – das kenn ich eh alles schon. Die Ideen sind meine eigenen und kommen quasi „einfach so“. Ich bin ein sehr visueller Mensch und weiß in meinen Gedanken auch genau, wie es ausschauen soll. Wenn ich unterwegs bin und grad keinen Block dabei hab, kommt es schon mal vor, dass ich auf Rechnungen kritzle. Jemand Außenstehender könnte sich unter meinen Kritzeleien wahrscheinlich nichts vorstellen – ich sehe das Endergebnis aber schon vor mir.

Wie läuft ein Tag als Modedesignerin ab?

Ich würde sagen, kein Tag gleicht dem anderen. Ich hab seit etwas mehr als einem Jahr einen Open Show Room hier im ersten Bezirk und bin wahnsinnig froh über diese Entscheidung. Und das, obwohl ich früher nie einen Open Showroom haben wollte. Naja, und hier bin ich natürlich die meiste Zeit. Hier ist mein Büro, hier wird geschneidert, und auch mein Lager habe ich hier.  Oftmals hab ich Termine, muss die bürokratischen Sachen abwickeln, Mails beantworten und und und…

Wie darf man sich die Vienna Fashion Week vorstellen?

Die Vienna Fashion Week ist anders, als die anderen auf der Welt. Denn hier in Wien ist die Fashion Week eine Publikumsmesse. Da kommen die Endverbraucher und sehen sich an, was sie kommende Saison tragen werden. Wir zeigen jetzt bei der Fashion Week auch die aktuelle Mode, also die Herbst/Wintermode für 2015. Auf anderen Fashion Week’s wird natürlich bereits die Mode für die übernächste Saison vorgestellt, da das keine Publikumsmessen sind.

Wie wird man in Österreich als Designerin „groß“?

Genauso wie in jedem anderen Bereich auch – durch Arbeiten. Es ist auch im Beruf einer Modedesignerin nicht alles Glitzer und Glamour, auch wenn sich viele das vielleicht so vorstellen. Es fängt an beim Entwürfe zeichnen, Schneidern etc. Es gehört ganz viel dazu und beinhaltet, wie schon gesagt, eben nicht nur das glamouröse Leben.

Wie kommen eigentlich Promis an deine Mode?

Oft kommen die Promis auf mich oder meine PR Agentin zu. Oder eben auch umgekehrt, dass ich ihnen ein Kleid zur Verfügung stellen möchte. Das läuft dann ab wie eine Zusammenarbeit. Sie bekommen mein Kleid für einen Abend am Red Carpet und ich bekomm es danach auch wieder zurück.

 

Auch hier nochmals ein großes Dankeschön an dich, liebe Sabine. Dafür, dass du dir Zeit für mich genommen hast und mir mit einem leckeren Kaffee in der Hand einen kleinen Einblick in deinen Open Showroom und das Leben als Modedesignerin gegeben hast 🙂

Leave a Reply